Attraktivität im Kiez

 Auch am Kranoldplatz - Eigentum verpflichtet? 

Dass die Eigentumsverhältnisse der Immobilien entlang der Bahn vom Stellwerk bis Bahnhof Lichterfelde/Ost und die Gebäude in der Ferdinandstraße 34/35 und weitere am Kranoldplatz sich geändert haben, ist für jeden durch leere Läden und neue Gewerbe sichtbar. Sichtbar ist auch, dass der neue Eigentümer an der kleinteiligen Struktur der Gewerbe, an attraktiven Läden im Sinne der Bedürfnisse der An- und Einwohner im Kiez kein Interesse hat. Seine Pläne sind die Errichtung weiterer Büroflächen und die bauliche Schließung des Ferdinandmarktes mit Etablierung eines neuen Lebensmittelgroßmarktes. Das geht zu Lasten aller Läden im Ferdinandmarkt und vor allem der Menschen, die diese Kleinteiligkeit der Angebote lieben.

 

Denn wer braucht einen weiteren Großmarkt, wer ein weiteres Nagelstudio, wer weitere Verkaufsgeschäfte von Konzernen, die die Kleinen seit Jahrzehnten ansässigen Gewerbe konkurrieren?

 

Diese Entwicklung will ich nicht ohne Widerspruch hinnehmen und habe daher die Gründung einer von Bürgern getragenen Genossenschaft, die sich am Gemeinwohl orientiert, ins Gespräch gebracht. Mein Ziel ist es, dass Bürger durch die Bereitstellung von Geldern einer zu gründenden Genossenschaft Immobilienkäufe im Kiez ermöglichen und so verkaufswilligen Immobilien-eigentümern, die ihrem/unseren Kiez verbunden sind eine Alternative bieten.

Verkaufe ich an eine Gruppe/Genossenschaft, die am Gemeinwohl, damit an den hier lebenden Menschen und ihren Bedürfnissen interessiert ist oder an allein an der kurzfristigen Gewinnmaximierung interessierten Investoren?

Bisher haben sich als Reaktion auf die Presseberichterstattung im Tagesspiegel und Berliner Wochenblatt mehr als ein Dutzend Interessenten gemeldet, Gespräche mit Banken und Stiftungen haben stattgefunden und im April lade ich zu einem ersten Informationsaustausch ein.

Wer sich hier beteiligen will, ist herzlich eingeladen sich bei mir, Walter Seidel, unter der E-Mail Adresse info@seidels-beraterhaus.de zu melden. 

Quellennachweis:

Berliner Wochenblatt Lichterfelde  10. Februar 2020

Tagesspiegel Leute Steglitz-Zehlendorf vom 23.01.2020